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Was ist eigentlich...

 

Dorn-Therapie: Wirbel und Gelenke wieder ins Lot bringen

 

Schmerzen im Rücken oder in den Gelenken sind heute weit verbreitet. Dahinter können blockierte Gelenke oder Wirbelfehlstellungen stecken. Die Dorn-Therapie oder Wirbelsäulentherapie nach Dorn ist in der Lage, diese Verschiebungen zu korrigieren und dabei ganzheitliche Gesundheitseffekte zu erzielen. Rückenschmerzen können dadurch ebenso abklingen wie Gelenkschmerzen und funktionelle Beschwerden an den Organen.

 

Was ist die Dorn-Therapie?

 

Die Dorn-Therapie ist eine sanfte manuelle Therapiemethode, die vorrangig bei Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden zum Einsatz kommt. Mit behutsamen Handgriffen und Übungen versucht der Dorn-Therapeut, beispielsweise Wirbel, die sich nach links oder rechts verschoben haben, wieder in die ursprüngliche Position zu schieben. Gelenke werden ohne ruckartige Griffe wieder so gerichtet, dass Schmerzen und Bewegungseinschränkungen gelindert werden oder ganz verschwinden können. Doch nicht nur Probleme am Bewegungsapparat wie Rückenschmerzen, Knieschmerzen oder Hüftgelenkschmerzen können mit der Dorn-Methode abgemildert oder beseitigt werden, sondern auch funktionelle Störungen der Organe sowie psychische Symptome, die durch Fehlstellungen von Wirbeln oder Gelenken hervorgerufen werden.

 

Wie wirkt die Dorn-Therapie?

 

Blockaden am Bewegungsapparat führen zu vielfältigen Gesundheitsproblemen

 

Die aus dem Wirbelkanal austretenden Nerven stehen mit den inneren Organen in Verbindung, sodass Wirbelfehlstellungen zu Problemen im Informationsaustausch zwischen einem Organ und dem Gehirn führen können. Diese gestörte Kommunikation ist möglicherweise der Grund dafür, weshalb eine Wirbelfehlstellung häufig auch Funktionsstörungen des dem Wirbel beziehungsweise dem Nerv zugeordneten Organs nach sich zieht. Umgekehrt können erkrankte Organe auch die Wirbelstellung negativ beeinflussen.

 

Darüber hinaus können Wirbel- und Gelenkfehlstellungen – sogenannte Blockaden – sogar psychische Beschwerden wie Ängste oder depressive Verstimmungen verursachen oder verstärken. Wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) geht man in der Dorn-Therapie davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und sich wechselseitig beeinflussen. So kann eine Blockade im körperlichen Bereich, also in dem Fall am Bewegungsapparat, auch eine Blockade im seelisch-geistigen Bereich nach sich ziehen.

 

Die Lebensenergie, die laut TCM auf Leitbahnen knapp unterhalb der Haut den Körper durchströmt, staut sich besonders leicht an Gelenken und Wirbeln. Diese Auffassung wird auch von den Dorn-Therapeuten geteilt. Durch diesen energetischen Stau, der ebenfalls als Blockade bezeichnet wird, kommt es laut TCM zu Schmerzen in den Gelenken und am Rücken sowie zu vielen anderen Symptomen, die sich auch an weiter entfernten Stellen des Körpers zeigen können. Schmerzen im Körper bringen laut Traditioneller Chinesischer Medizin und Dorn-Ansatz immer zum Ausdruck, dass die Lebensenergie an dieser Stelle nicht frei fließen kann. Wie genau die Dorn-Methode funktioniert, konnte von der westlichen Medizin noch nicht hinreichend geklärt werden. Sicher ist nur, dass das Therapieverfahren in der Praxis schon vielen Menschen helfen konnte.

 

Wo können Blockaden auftreten?

 

Blockaden können sich an sämtlichen Gelenken, also etwa am Hüftgelenk, am Iliosakralgelenk, Schultergelenk, Handgelenk, Sprunggelenk, Kniegelenk sowie an allen Wirbeln – dem Atlaswirbel, den Halswirbeln, Brustwirbeln und Lendenwirbeln – auftreten. Diese Blockaden gehen häufig mit Schmerzen, einer eingeschränkten Beweglichkeit und anderen Beschwerden einher.

 

Ursachen der Blockaden: Wie entstehen Gelenk- und Wirbelfehlstellungen?

 

Blockaden an den Gelenken und den Wirbeln können auf verschiedene Weise entstehen. Als Ursache kommen infrage:

 

  • eine geschwächte Rückenmuskulatur (durch Bewegungsmangel)
  • Unfälle (z. B. Schleudertrauma)
  • eine Fehlbelastung der Muskulatur (durch Fehlhaltungen, falsches Heben)
  • Verschleiß der Gelenke, Bandscheiben oder der Wirbel
  • eine schwierige Geburt (Kaiserschnitt, Problemlagen, Mehrlingsschwangerschaft)
  • seelische Belastungen

 

Dorn-Therapie: Blockaden lösen – Gesundheit auf allen Ebenen stärken

 

Indem der Dorn-Therapeut ein blockiertes Gelenk oder einen blockierten Wirbel nun mit seinen Händen – vor allem durch sanften Druck mit den Daumen – in seine ursprüngliche Position verschiebt, löst er die Blockade(n) auf, sodass sich auch funktionelle Beschwerden an den inneren Organen oder seelische Beeinträchtigungen bessern oder ganz abklingen können. Durch die veränderte Stellung der Wirbel und Gelenke, lösen sich auch hartnäckige Muskelverspannungen sowie Verklebungen im Bindegewebe an diesen Stellen auf, sodass die Energie wieder frei fließen kann, der Informationsaustausch zwischen Organ und Gehirn wieder funktioniert und sich folglich gesundheitliche Beschwerden bessern können. Der Körper befindet sich von seiner Statik her wieder im Lot, wodurch beispielsweise Schmerzen im Rücken keine Daseinsberechtigung mehr haben.

 

Der Dorn-Therapeut nimmt vermutlich positiven Einfluss auf alle Gewebestrukturen an der blockierten Stelle. Dazu gehören eben nicht nur die knöchernen Strukturen wie Wirbel und Gelenke, sondern auch Muskeln und Faszien, Knorpel, Bänder, Nerven und Blutgefäße, inklusive der Energieleitbahnen. Dies würde erklären, warum die Heilwirkungen bei der Dorn-Therapie so umfassend sind – sowohl auf körperlicher als auch auf geistig-seelischer Ebene.

 

Wogegen hilft die Dorn-Therapie?

 

Die Dorn-Therapie ist eine alternativmedizinische Heilmethode, die von Befürwortern bei einer Vielzahl an Beschwerden, zumindest als ergänzende Therapie, empfohlen wird.

 

Die Dorn-Therapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates

 

In der Alternativmedizin wird die Dorn-Therapie zum Beispiel bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt:

 

  • Beinlängendifferenz
  • Beckenschiefstand
  • Kiefergelenksbescherden (CMD)
  • Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Rückenschmerzen (z. B. Hexenschuss, Ischias)
  • Nackenschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Hüftgelenkschmerzen
  • Tennisellenbogen
  • Skoliosen (Verkrümmungen der Wirbelsäule)
  • Morbus Scheuermann (Rundrücken)
  • Morbus Bechterew (Wirbelentzündung mit Schmerzen und Gelenkversteifung)
  • HWS-Syndrom (Halswirbelsäulen-Syndrom)
  • Karpaltunnelsyndrom (Handgelenkschmerzen)
  • KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierter Symmetrie-Störung)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Empfindungsstörungen der Arme und Hände (Kribbeln, Taubheit)

 

Dorn-Therapie bei Gelenkschmerzen wie Arthrose, Rückenschmerzen, Knieschmerzen

 

Vorrangig wird die Dorn-Therapie bei Beschwerden am Bewegungsapparat wie Rückenschmerzen, Arthrose, Knieschmerzen und Hüftgelenkschmerzen angewendet, um die Schmerzen zu lindern oder zum Abklingen zu bringen sowie steife Gelenke wieder beweglicher zu machen. Indem der Dorn-Therapeut die blockierten Wirbel oder Gelenke richtet, können auch die weichen Strukturen wie Faszien, Bänder, Muskeln und Sehnen sich entspannen. Dadurch wird es möglich, dass Schmerzen am Bewegungsapparat wie Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Schmerzen durch Gelenkverschleiß (Arthrose), Nacken- oder Schulterschmerzen nachlassen.

 

Dorn-Therapie bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Morbus Bechterew

 

Schmerzen, die durch eine Wirbelsäulenverkrümmung entstehen wie bei einer Skoliose und Wirbelsäulenerkrankungen wie Morbus Scheuermann oder Morbus Bechterew, können mithilfe der Dorn-Therapie ebenfalls gelindert werden. Auch die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen aufgrund von schmerzenden und steifen Wirbelgelenken können von Dorn-Therapeuten abgemildert werden, sodass die Klienten in den blockierten Bereichen wieder beweglicher werden.

 

Dorn-Therapie bei HWS-Syndrom

 

Auch die Symptome bei einem Halswirbelsäulen-Syndrom (HWS) mit eingeschränkter Beweglichkeit des Halses, Muskelverspannungen sowie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit in den Händen oder Fingern können mit der Dorn-Methode reduziert werden.

 

Dorn-Therapie – Behandlung von Kindern mit KISS-Syndrom

 

Die Dorn-Therapie kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Babys angewendet werden. Allerdings sollte bei den kleinen Patienten darauf geachtet werden, dass der Therapeut erfahren ist und sich mit der Anatomie und den Entwicklungsstadien von Kindern auskennt. Die Behandlung muss bei ihnen deutlich behutsamer erfolgen als bei Erwachsenen.

 

Besonders effektiv soll die Dorn-Methode beim sogenannten KISS-Syndrom (der Kopfgelenk-induzierten Symmetrie-Störung) sein. Die Symptome bei Babys sind vermehrtes Schreien, Schlafprobleme, eine Schiefhaltung des Kopfes oder des Körpers sowie Schluckstörungen. Größere Kinder mit KISS entwickeln oft Konzentrations- und Lernschwächen, Wahrnehmungsstörungen, motorische Defizite oder hängen in der Entwicklung zurück. Auch eine erhöhte Aggressionsbereitschaft und Hyperaktivität können aus einem unbehandelten KISS-Syndrom resultieren.

 

Dorn-Therapie bei funktionellen Störungen und psychischen Beschwerden

 

Bei Funktionsstörungen der Organe (Symptome ohne organischen Befund) oder psychischen Beschwerden kann die Dorn-Methode laut Erfahrungsmedizin ebenfalls hilfreich sein. Denn Wirbelblockaden ziehen häufig negative Effekte auf den ganzen Körper nach sich. Daher wird die Dorn-Therapie weiterhin eingesetzt bei:

 

  • funktionellen Atembeschwerden
  • Asthma
  • Bronchitis
  • Herzklopfen, Herzstechen
  • funktionellen Herzrhythmusstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schluckstörungen
  • Kopfschmerzen (besonders Spannungskopfschmerzen)
  • Migräne
  • Ohrgeräuschen (z. B. Tinnitus)
  • Augenschmerzen
  • Seheinschränkungen
  • Kreislaufproblemen (etwa Bluthochdruck)
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • depressiven Verstimmungen
  • Ängsten
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Suchtproblemen

 

Dorn-Therapie bei Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen und Bluthochdruck

 

Wenn die Energie nicht mehr frei fließen kann, Wirbel blockiert und Muskeln verspannt sind, können funktionelle Störungen wie Ohrgeräusche, Tinnitus, Schwindelgefühle, Schluckstörungen oder Kopfschmerzen entstehen. Wenn der Dorn-Therapeut die entsprechenden Wirbel- oder Gelenkblockaden behebt, können sowohl ein unangenehmes Klingeln oder Rauschen im Ohr als auch Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme (etwa ein zu hoher Blutdruck) abklingen beziehungsweise sich bessern. Des Weiteren ist es möglich, mit der Dorn-Technik blockadebedingten Kopfschmerzen – besonders den weit verbreiteten Spannungskopfschmerzen – entgegenzuwirken.

 

Dorn-Therapie bei Magen-Darmbeschwerden: Magenschmerzen, Sodbrennen, Durchfall

 

Funktionelle Störungen der Verdauung, also Probleme im Magen-Darm-Bereich, können ebenfalls mit Fehlstellungen der Wirbel zusammenhängen. Sind die Blockaden einmal geortet und behoben, können laut Dorn-Experten Symptome wie Magenschmerzen und Sodbrennen oder auch Darmprobleme mit Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verschwinden.

 

Dorn-Therapie bei Schlafstörungen, Einschlaf- und Durchschlafproblemen

 

Schlafstörungen können ebenfalls ein Indiz für Wirbelblockaden sein. Laut Experten der Dorn-Therapie sollen sich Unruhezustände und damit verbundene Schlafstörungen – sowohl Einschlaf- als auch Durchschlafprobleme – ohne erkennbare organische Ursache mit diesem Verfahren bessern lassen. Die Dorn-Therapie ist eine sanfte Methode, um Deinen Schlaf zu verbessern.

 

Dorn-Therapie bei Herzrhythmusstörungen und Herzschmerzen

 

Bei funktionellen Herzproblemen, die sich als Herzschmerzen, Herzstechen oder Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen können, ist die Dorn-Therapie ebenfalls angezeigt. Durch die sanfte Stimulation der Gelenke lösen sich Muskel- und Gelenkblockaden auf, wodurch Herzrhythmusstörungen behoben und auch Schmerzen im Herzen oder ein Stechen abgemildert werden können.

 

Dorn-Therapie bei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

 

Fehlstellungen der Wirbel können sogar Probleme im Gehirn verursachen. Leistungsschwäche, Lernschwierigkeiten, eine schwache Konzentration oder ein schlechtes Gedächtnis sind mögliche Folgen. Die Dorn-Therapie soll Defizite ausgleichen helfen, die die geistige Leistungsfähigkeit einschränken. So sollen mit der Dorn-Therapie nicht nur Lernprobleme behoben werden können, die erhöhte Leistungsfähigkeit soll sich in allen Bereichen bemerkbar machen. Die Gedächtnisleistung kann also ebenso verbessert wie die Konzentrationsfähigkeit.

 

Dorn-Therapie bei Atembeschwerden und Asthma

 

Bei funktionellen Atembeschwerden und Asthma kann die Dorn-Methode laut Alternativmedizinern ebenfalls positive Heilwirkungen erzielen. Stecken Blockaden der Wirbel hinter den Atemproblemen, sind in der Regel bestimmte Brustwirbel blockiert. Werden die Wirbel in der Dorn-Therapiesitzung nun gerichtet, können funktionelle Atembeschwerden abgemildert oder zum Abklingen gebracht werden. Das Einatmen fällt Betroffenen bei gutem Behandlungserfolg wieder leichter. So können beispielsweise Menschen mit Asthma von den positiven Effekten der Dorn-Therapie profitieren.

 

Dorn-Methode bei Angst und depressiven Verstimmungen

 

Der enge Zusammenhang zwischen Wirbelblockaden und psychischen Symptomen wird sowohl von der TCM als auch von den Dorn-Therapeuten beschrieben. So können Wirbelblockaden psychische Symptome wie Ängste, Erschöpfung oder depressive Verstimmungen direkt hervorrufen. Umgekehrt können häufige, negative Empfindungen wie Hoffnungslosigkeit, Ärger, Trauer oder Wut auch ihrerseits Wirbelblockaden herbeiführen. Löst der Dorn-Therapeut die körperlichen Blockaden, ist es möglich, dass angestaute Ängste, hineingefressener Ärger oder depressive Gefühle sich ebenfalls auflösen.

 

In der Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn geht man davon aus, dass sich angestaute negative Emotionen wie unterdrückte Wut und nicht geäußerter Ärger in der Halswirbelsäule (HWS) festsetzen und Blockaden verursachen können. Beschwerden im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) können darauf hindeuten, dass ein Mensch nicht genügend selbstbewusst ist, sondern gebückt durchs Leben geht, sich also häufig kleinmacht oder machen lässt. Schmerzen durch Blockaden in der Lendenwirbelsäule (LWS) zeugen laut Dorn-Therapeuten davon, dass man zu viele Ängste hat und sie nicht loslassen kann. Hier sollen sich angeborene Urängste ebenso niederschlagen wie existenzielle Ängste – etwa die Angst vor Jobverlust – oder die Angst, verlassen zu werden.

 

Wer hat die Dorn-Therapie entwickelt?

 

Die Dorn-Therapie ist keine schulmedizinisch anerkannte Behandlungsmethode, daher ist sie dem Bereich der Alternativmedizin zuzuordnen. Sie wurde von Dieter Dorn, einem Bauern, in den 1970er Jahren entwickelt. Mit akuten Rückenschmerzen war dieser 1973 zu einem Volksheiler gegangen, der ihn mit sanftem Druck auf die schmerzende Stelle vom Fleck weg schmerzfrei machen konnte. Begeistert von der schnellen und effektiven Behandlung, studierte Dorn den Heilungsansatz des Bauers und Wunderheilers, probierte bei eigenen Patienten Neues aus und entwickelte die Methode weiter. In den 1990ern wurde sie dann unter der Bezeichnung Dorn-Methode bekannt.

 

Untersuchung und Diagnostik in der Dorn-Therapie

 

Bei der Dorn-Therapie untersucht der Therapeut den Klienten auf etwaige Fehlstellungen. Die Reihenfolge lautet wie folgt: Es wird zunächst geschaut, ob die Beine gleich lang sind oder ob es beispielsweise aufgrund einer Blockade im Hüftgelenk zum Beckenschiefstand mit einer Beinlängendifferenz gekommen ist. Dann untersucht der Dorn-Therapeut die Sprunggelenke, die Kniegelenke, das Hüftgelenk sowie die Iliosakralgelenke. Er schaut sich dann die Wirbelsäule an und behandelt die Wirbel auf Fehlstellungen und Skoliosen (Verkrümmungen in der Wirbelsäule). Etwaige Fehlstellungen am Bewegungsapparat werden durch Beobachten (via Seitenvergleich) und Ertasten diagnostiziert. Für Befunde an den Armen, Fingern oder Zehen sind die Schmerzwahrnehmung des Klienten und Bewegungseinschränkungen am betroffenen Gelenk ausschlaggebend.

 

Dorn-Therapie: Ablauf der Behandlung

 

Hat der Dorn-Therapeut Blockaden an einem Gelenk oder einem Wirbel ausfindig gemacht, versucht er diese noch während der Untersuchung mithilfe von sanftem Druck zu lösen. Charakteristisch für die Dorn-Therapie ist, dass der betroffene Wirbel oder das entsprechende Gelenk ohne ruckartige Bewegungen in die anatomisch korrekte Position zurückgeschoben werden.

 

Um das Gelenk wieder in die richtige Stellung zu bringen, bewegt der Therapeut das betreffende Gelenk oder lässt den Patienten Bewegungen des entsprechenden Armes oder Beines ausführen. Der Mensch wird also aktiv in den Heilungsprozess einbezogen, indem er natürliche Bewegungen mit den Armen, Beinen oder dem Kopf durchführt. Zusätzlich bekommt der Klient bestimmte Übungen, die er regelmäßig zu Hause durchführen soll, vermittelt.

 

Zubehör und Geräte in der Dorn-Therapie

 

Dorn-Therapeuten arbeiten entweder mit den Händen – bevorzugt den Daumen – oder einem sogenannten Schieber, einem Gerät, mit denen Wirbel leichter in ihre anatomisch korrekte Stellung verschoben werden können. Außerdem kommt bei vielen Dorn-Therapeuten neben einem Massageöl meist noch ein Brettchen zum Einsatz, mit dessen Hilfe das Pendeln mit dem Bein erleichtert wird.

 

Die Breuss-Massage in der Dorn-Therapie

 

Viele Dorn-Therapeuten führen begleitend zur Dorn-Therapie die Breuss-Massage durch. Diese sanfte, wohltuende Rückenmassage – bei der die tiefe Rückenmuskulatur rund um die Wirbelkörper gelöst wird – hilft dabei, dass sich Wirbelblockaden besser lösen. Die Breuss-Massage soll laut Experten ebenfalls ganzheitlich wirken, also sowohl körperliche Beschwerden als auch seelisch-geistige Symptome abmildern helfen, die von Verspannungszuständen der Muskulatur herrühren.

 

Dorn-Therapie Übungen

 

Ein wesentlicher Bestandteil der Dorn-Methode ist die Einbeziehung von Übungen. Diese soll der Klient regelmäßig zu Hause durchführen. Sie fördern die positiven Effekte der eigentlichen Behandlung und sollen dafür sorgen, dass die neue, noch ungewohnte aber richtige Position eines Gelenks oder Wirbels auf lange Sicht bestehen bleibt. Dieses Übungsprogramm wird unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

 

Sobald Du die Dorn-Therapie und die Übungen anfängst, solltest Du darauf achten, die Beine im Sitzen nicht mehr übereinanderschlagen, denn diese Sitzposition fördert eine vorhandene Fehlstellung von Wirbeln und Gelenken und arbeitet gegen die Einnahme der anatomisch korrekten Stellung an.

 

Diese werden Ihnen gezeigt damit Sie dies zuhause richtig ausführen können.

 

Wie lange dauert es, bis die Dorn-Therapie Erfolge zeigt?

 

Wie oft die Dorn-Therapie angewendet werden muss, ist individuell verschieden. Häufig reicht bereits 1 Sitzung aus, um gesundheitliche Beschwerden zum Abklingen zu bringen. In der Mehrheit sind bis zu 3 Behandlungen erforderlich, damit sich der erwünschte Erfolg einstellt und Symptome sich bessern. Wenn nach 3 bis 6 Sitzungen keine Veränderung auftritt, ist die Dorn-Methode voraussichtlich nicht der richtige Weg für Dich, um Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder andere Beschwerden zu bessern.

 

Behandlungsdauer in der Dorn-Therapie

 

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 1 Stunde inkl Vorgespräch.

 

Was muss während der Dorn-Therapie beachtet werden?

 

Damit die korrigierte Stellung von Wirbeln oder Gelenken nach der Dorn-Therapie von Dauer ist, sollte während der Behandlungszeit und in der Zeit danach auf Sportarten verzichtet werden, in denen es zu ruckartigen Bewegungen kommt. Dazu gehören Fußball, Tennis und Badminton ebenso wie Handball, Joggen oder Tanzen. Auch von Yoga und Stretching raten Dorn-Therapeuten um die Dorn-Therapie herum ab, da es dabei zu großen Zugkräften an Wirbeln und Gelenken kommt.

 

Gibt es Nebenwirkungen und Risiken bei der Dorn-Methode?

 

Die Dorn-Therapie ist eine besonders sanfte Therapie bei Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen und anderen Beschwerden, die auf Blockaden an Gelenken oder Wirbeln beruhen, sodass größere Nebenwirkungen nicht zu erwarten sind. Da der Dorn-Therapeut nicht mit ruckartigen Bewegungen arbeitet, sind irreparable Schäden, wie sie mitunter in der Chiropraktik vorkommen, nicht möglich.

 

Dennoch kann es nach einer Dorn-Therapie zu vorübergehenden Beschwerden wie Müdigkeit oder Schmerzen, etwa Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen, kommen. Häufiger ist aber ein Gefühl von Muskelkater in den behandelten Bereichen nach der Therapie. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Fehlstellung korrigiert ist und stellt eigentlich keine Nebenwirkung dar. Sehr selten werden Kreislaufprobleme wie Schwindel während oder nach einer Dorn-Therapie beobachtet.

 

Gegenanzeigen: Wann ist die Dorn-Therapie nicht zu empfehlen?

 

In der Schwangerschaft sollte die Dorn-Therapie nicht zum Einsatz kommen, da es bestimmte Punkte im Körper gibt, die, wenn sie gedrückt werden, die Wehen fördern. Auch eine Behandlung in Rückenlage empfiehlt sich bei Schwangeren nicht. Außerdem ist die Dorn-Therapie nicht angezeigt bei:

 

  • Gleitwirbeln
  • Verrenkungen
  • akuten Gelenkentzündungen
  • Osteoporose
  • Bandscheibenvorfall
  • Blutgerinnungsstörung
  • kürzlich zurückliegenden Unfällen (z. B. mit Knochenbruch)
  • Knochentumoren und Metastasen
  • schweren degenerativen Veränderungen
  • Einnahme von Blutverdünnungsmitteln

 

 

 

 

Shiatsu Massage

 

Nach dem Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt auch beim therapeutischen oder Zen-Shiatsu die Lebensenergie Qi eine wichtige Rolle. Sie fließt in Energieleitbahnen (Meridiane) durch den gesamten Körper und beeinflusst so die Funktion jedes einzelnen Organs. Wenn es an einer Stelle des Körpers zu einem energetischen Ungleichgewicht kommt, zum Beispiel infolge eines Energiestaus, können körperliche und psychische Beschwerden die Folge sein.

 

Jeder Meridian ist mit bestimmten Punkten auf der Hautoberfläche verbunden, die besonders gut Energie aufnehmen können. Diese Körperpunkte kennt man auch aus anderen Behandlungsformen der TCM wie Akupunktur oder Akupressur oder anderen asiatisch geprägten Massagemethoden wie der Thai-Massage.

 

Beim Shiatsu massiert der Therapeut diese Punkte entlang der Meridiane. Der Energiefluss soll so wieder in Einklang gebracht, die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden. Rein körperlich  bewirkt die Massage ähnlich wie andere manuelle Therapiemethoden eine Anregung und Durchblutung von Muskeln, Haut und Bindegewebe. Durch Dehnung der Muskulatur erhalten blockierte Gelenke mehr Spielraum, der gesamte Bewegungsapparat wird mobilisiert. Eine Shiatsu-Massage stimuliert das autonome Nervensystem und hat eine ausgleichende Wirkung, die je nach Art der Stimulierung beruhigend oder anregend sein kann.

Praktiker sprechen beim Shiatsu auch von "energetischer Körperarbeit". Zunächst tastet der Behandler vorsichtig die Körperstellen ab, an denen er die Energieblockaden vermutet. Anschließend massiert der Shiatsu-Therapeut sanft den Verlauf des Meridians.

Die Berührungen können dabei von den Fingern, Händen, Ellenbogen, Knien oder auch Füßen ausgehen. Typische Massagetechniken sind zum Beispiel Kreisen, Drücken oder Greifen. Da es beim Shiatsu um eine Stimulierung des Energieflusses geht, sind die Bewegungen sanft und ruhig. Neben der Shiatsu-Massage kommen auch verschiedene Haltegriffe zum Einsatz. Dabei hält der Therapeut Köperteile passiv in einer bestimmten Stellung und dehnt die Muskulatur. Der Schluss der Shiatsu-Behandlung besteht aus einer kurzen Ruhe- und Entspannungsphase, bei der die Bewegungen und Berührungen nachwirken können. Eine Shiatsu-Sitzung dauert etwa 50 bis 60 Minuten. Für eine nachhaltige Wirkung auf den Organismus wird ein Zyklus von mehreren Behandlungen empfohlen. 

Bei welchen Beschwerden wird Shiatsu eingesetzt?

Ziel des Shiatsu ist es, energetische Ungleichgewichte im Körper aufzuspüren und diese auszugleichen. Auf diese Weise lassen sich Beschwerden des gesamten Körpers behandeln. Shiatsu ist eine ganzheitliche Methode, das heißt, die Therapie beschränkt sich nicht nur auf ein bestimmtes Körperteil, sondern

wirkt sich auf den gesamten Körper aus

Die Massagetechniken regen die natürlichen Körperfunktionen an und haben zudem eine

beruhigende Wirkung auf die Psyche

. Das stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit.

Shiatsu kann begleitend zur Behandlung vielfältiger Beschwerden als auch zur Vorbeugung eingesetzt werden. Schulmedizinische und alternativmedizinische Therapien können durch die Massage unterstützt werden, diese jedoch nicht ersetzen.

Traditionell wird Shiatsu eingesetzt bei:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Konzentrationsschwierigkeiten, SchlafstörungenNervositätMüdigkeit, Stress
  • Störungen des vegetativen Nervensystems
  • Verdauungsproblemen und Übelkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Durchblutungsstörungen
  • Schmerzhaften Beschwerden des Bewegungsapparats
  • Atemwegserkrankungen und Erkältungen
  • Verspannungen
  • Kreislaufstörungen

Praktiziert wird Shiatsu in der Altenpflege, Palliativmedizin oder zur Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz. Da Shiatsu eine sanfte und schmerzfreie Methode ist, eignet es sich auch für Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen.

Bei Osteoporose (Knochenschwund), KrampfadernBluthochdruckEpilepsie oder Tumoren sollte jedoch vorher ein Arzt gefragt werden, ob eine Shiatsu-Behandlung geeignet ist.

 

Quelle:Eva Schiwarth, Medizinautorin